Anlässlich zu ihrem neuen Album Sternenreisen tourt In Extremo durch kleinere Clubs in Deutschland. Darunter war gestern auch das Jenaer F-Haus.
Kurz nach bekanntwerden war das Konzert auch schon ausverkauft und so war das F-Haus dann gestern auch propenvoll. Kurz nach 8 betraten dann auch die Herren von In Extremo die Bühne und begannen dem Publikum ordentlich einzuheizen. Neben altbekannten Stücken präsentierten sie die neuen Songs des neuen Albums.
Mittlerweile habe ich aufgehört zu zählen, wie oft ich die Letzte Instanz schon gesehen habe. In den letzten paar Jahren jedenfall sehr oft und meistens war auch die Kamera dabei. Grade in Jena war es eine willkommene Abwechslung, garantierte die Instanz doch immer ein sehr gut ausgeleuchtetes Konzert. Lichttechnisch sind sie mit Abstand schonmal die beste Band in Jena der letzten Jahre. Auch musikalisch haben sie trotz der hohen Auftrittfrequenz eigentlich immer was neues zu Bieten und keine Show hat der anderen geglichen.
Der Abend an sich war auch wieder eine schöne Sache, bei guter Musik konnte ich doch ein paar schöne Bilder machen. Hier könnt ihr das Ergebnis angucken:
Nicht zu vergessen ist die Vorband, die mal wieder Silent Poem war. Zuletzt habe ich diese Gruppe in Einsiedel beim Folklorum gesehen. Ganz neu dabei hatte sie ihre neue CD, die erst seit wenigen Tagen in deren Hände liegt.
Kurz vor Walpurgis gab es schon den ersten Hexentanz. Die Letzte Instanz hat zum ersten Fankonzert im Jenaer F-Haus geladen. Doch bevor die Instanzler die Bühne betraten, wärmte Solar Fake das Publikum auf.
Mir persönlich war dieser Herr etwas suspekt bzw. dessen Musik. Ich hörte so vier verschiedene Bands heraus, aber was wirklich eigenes von ihm fehlte mir. Dem restlichen Publikum hats aber scheinbar gefallen und so wurde das F-Haus aufgeheizt.
Nach einer kurzen Umbaupause ging es dann endlich richtig los. Der Hexentanz begann. Schon mit den ersten Tönen hatte die Instanz das Publikum auf ihre Seite gezogen und legten einen schnellen Tanz hin. Das Publikum gab alles, die Band noch mehr. Ein paar neue Stücke vom neuem Heilig-Album, welches im Herbst erscheinen soll, wurden auch präsentiert und wohlwollend aufgenommen. Am Ende war das Publikum erschöpft und es sollte im Irish Pub Fiddlers Green weitergehen und die leeren Tanks mit dem einen oder anderen Guinness wieder gefüllt werden.
Die angesetzte Session im Fiddlers ist zwar wie erwartet mal wieder halbwegs ausgefallen, aber es war ein schöner Abschluss des Abend.
Seit längerer Zeit war ich nicht mehr bei einem Konzert im F-Haus. Dies lag vor allem daran, dass in der letzten entweder Bands aufgetreten sind, mit denen ich gar nichts anfangen kann oder ich schlicht und einfach keine Zeit hatte. Am Freitag jedoch habe ich mir die Zeit mal wieder genommen und auch die Bands waren annehmbar. Nicht unbedingt mein Geschmack, aber man muss ja in Form bleiben, was die Konzertfotografie angeht. Das hat man dann auch gemerkt… man ist etwas langsamer geworden als man früher war.
Nun aber zum Konzert selbst. Die Vorband, eine neue deutsche Musikhoffnung, Fertig, Los! heizte dem Publikum schonmal ordentlich ein, brachten das ausverkaufte F-Haus zum Kochen.
Nach einer knappen 3/4h übergaben sie das aufgeheizte Publikum Jennifer Rostock zur weiteren Behandlung. Nach anfänglichen Problemen mit der Technik kam dann auch Jennifer Rostock auf die Bühne und das Publikum war nicht mehr zu halten. Dank Bühnengraben jedoch war ein gutes Fotografieren möglich und man konnte später auch von oben das eine oder andere Bildchen schießen.
Die weitere Wochenendsplanung jedoch veranlasste einen schon gegen 23 Uhr das Konzert zu verlassen und sich gen Altkötzschenbroda aufzumachen.
Die Könige der Spielleute machten halt im Jenaer F-Haus und liessen erstmal das Publikum warten. Irgendwann kamen sie dann doch noch auf die Bühne und begannen ihre Show. Das Publikum verzieh ihnen das lange Wartenlassen und machte gut mit.
Ein paar Impressionen nun hier:
Lichttechnisch war das Konzert alles andere als schön, aber nuja. Muss man mit leben.
… weite, unendliche Sphären aufgespannt durch Töne und durch und durch mit Tönen gefüllt, in den Gedanken frei. Pure Entspannung. Abschalten vom Alltag. Eintauchen in neue Welten. Den Geist von den Ketten befreien und treiben lassen. Immer weiter und doch nicht fort. Geniessen und zurücklehnen. Es auf sich wirken lassen. Neue Welten entdecken. In sich gehen und dabei sich entgleiten. Die aufgespannten Sphären erkunden …
… Land Über im F-Haus mit Anna Katharina. Sphärische Filmmusik trifft “Saitensprung” …
… schnelles Geigenspiel, treibende Drums. Anders als vorhin. Weg von den Sphären hin zu neuen Tongefilden. Virtuos. Mitziehende Töne, wippende Füße und Köpfe. Zurück in dieser Welt und doch nicht wirklich. Treibende Rhythmen.
»Fotografieren heißt den Atem anzuhalten, wenn sich im Augenblick der flüchtigen Wirkung all unsere Fähigkeiten vereinigen. Kopf, Auge und Herz müssen dabei auf eine Linie gebracht werden. Es ist eine Art zu leben.«
Henri Cartier-Bresson, 1908 - 2004
Von dem doch recht trockenen Stoff in der Uni etwas ermüdet, habe ich die Fotografie als Gegenpol für mich gefunden und betreibe sie nun doch recht extensiv, auch wenn mittlerweile durch das ganz normale Arbeitsleben die Zeit für dieses tolle Hobby arg beschnitten wird. Angefangen mit einer kleinen Kompaktkamera bin ich Ende 2007 auf meine erste digitale Spiegelreflexkamera von NIKON umgestiegen. Seitdem leistet mir meine Nikon D80 treue Dienste. Ende 2008 konnte ich mich kameratechnisch auch verbessern und nenne nun eine Nikon D300 mein Eigen und bin auch sehr zufrieden mit dieser Kamera. Stets nach Verbesserung bestrebt, versuche ich mich fotografisch weiter zu entwickeln und auch neue Sichtweisen auf altbekannte Dinge zu gewinnen... (Fortsetzung auf About Me)
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»Für mich ist Photographie die im Bruchteil einer Sekunde sich vollziehende Erkenntnis von der Bedeutung eines Ereignisses und gleichzeitig die Wahrnehmung der präzisen Anordnung der Formen, die dem Ereignis seinen typischen Ausdruck verleihen.«
Henri Cartier-Bresson, 1908 - 2004